Re-Entry Sambia

Nun sind wir also das zweite Mal in Sambia und wollen uns dieses schöne Fleckchen Erde mit dem Besuch des South Luangwa Nationalparks noch einmal genauer anschauen. Das Auffüllen unserer Vorräte in Chipata war eine leichte Übung, die Anreise nach Mfuwe (ein schwieriges Wort, dass einem nach 3 Bier leichter über die Lippen geht) jedoch schon anspruchsvoller. Durch den aktuellen Straßenneubau wurden wir mit Schildern (immerhin) des öfteren auf wilde Umleitungen und Umfahrungen geschickt. Als wir jedoch mitten in einem kleinen Dorf auf einer Straßenkreuzung umherirrten, waren wir mangels Hinweisen etwas orientierungslos – gelassen winkten uns die Kids auf den richtigen Weg.

Vor dem Main Gate bieten zahlreiche Lodges & Camps zum Teil sehr kommode Unterkünfte an, meist mit dem dezenten, aber zum Teil auch sehr direkten Hinweis: Elefanten- und Hippobesuch gratis! Dass wir jedoch in der Folge im Croc Valley Camp die Zubereitung des Abendessens IMMER mit einem Kontrollblick zum Luangwa-Ufer vollziehen mussten, war uns dann nicht so ganz bewusst…

Für die richtige Natur-Stimmung war jedenfalls gesorgt, unser Plätzchen bot einen tollen Blick auf die Flussschleife mit Hippos, Elefanten, Krokodilen und allerlei gefiederten Nachbarn. Hier der Blick nach rechts…

und links.

Noch ein Wort zu den Affen, die auf diesem Camp regelmäßig für ein reichliches Durcheinander sorgten. Meerkätzchen & Co. (meist Baboons) fühlten sich hier richtig wohl, denn immer wieder konnten sie die dummen Touristen überlisten und aus den Zelten bzw. Chalets Leckereien wie Schokolade und vollreife Bananen klauen. So erwischte es auch unseren schwedischen Freund Emil auf dem Nachbarcamp, der einen Totalverlust seiner kulinarischen Habseligkeiten beklagen musste.

Während der zwei Tage fuhren wir durch den South Luangwa Nationalpark und haben noch einmal die volle Bandbreite der afrikanischen Fauna & Flora bewundern dürfen. Hier mal ein Blick auf die tolle Karte am Main Gate.

Ab hier kommen die Tiere:

Grasantilope – oder auch Puku genannt (bloeder Name..)

Kooperation zwischen Warzenschwein und Baboons. Bitte jeder nur ein Schwein!

Die leckersten Blaetter haengen immer am hoechsten..

Ein besonderes Erlebnis war die Nachtfahrt mit Fahrer und „Spotter“, der an dem Reflektieren der Augen (und des Augenabstands…) das Futter vom Jäger unterscheiden konnte. So gelang uns der Blick auf einen jagenden Leoparden, der sich an eine Impalaherde heranschlich. Leider blieb uns das Finale versagt.

Am nächsten Tag gelang es uns auch ohne Spotter, einen Leoparden zu finden – bei Tageslicht. Wir durften ihm eine halbe Stunde beim Trinken, Verdauen und Ausscheiden zusehen, bevor er wieder in die Büsche verschwand.

Beim Betrachten dieses edlen Pelztieres fiel Susi spontan ihr Weihnachtswunsch ein. Aus der Kirschnerinnung…

Nach den schönen Tagen am Luangwa verlassen wir den Park in Richtung Südwest über die 170 km lange Bushroad nach Petauke, laut Jean vom Croc Valley Camp ein „Adventure“, aber in der Trockenzeit eigentlich kein Problem. Der Hupe-Reiseführer beschreibt diese Piste als eng, manchmal ausgewaschen, steinig und steil, für die man 7 bis 8 Stunden anzusetzen hat. Susi setzte sich ans Steuer (Paul hatte sich durch einen kleinen Stich ein dickes Knie eingefangen), fuhr los und dachte sich nichts Schlimmes. Doch es kam, indem der Weg immer enger, ausgewaschener, steiniger und steiler wurde.

Als der Fahrweg die Breite eines Radweges hatte, und selbst unser Drecksäckchen ratlos war, mussten wir die Dorfjugend um Rat fragen. Die winkten uns grinsend immer weiter.

Nun gut, nach sechseinhalb Stunden war auch dieser Ritt vorbei und Susi war froh, dass auch hinterher nur Pauls linkes Knie verbeult aussah.

Im schönen Bridgecamp, ebenfalls am breit vor sich hin fließenden Luangwa gelegen, fanden wir bei kaltem Bier und hausgemachten Burgern einen angenehmen Tagesabschluss.

In den folgenden zwei Tagen haben wir Sambia entlang der T1 mit Lusaka und Livingstone durchquert. Und leider dabei auch ein sambischen Hühnchen überfahren. Wir bitten um Verzeihung bei allen Ahnen dieses jungen und übermütigen Vogelviehs, das jedoch nicht allzu arg leiden musste (es machte einfach pffm).

Wir hatten so viel Schwung aufgenommen, dass wir beim Grenzübertritt nach Namibia doch glatt den sambischen Kontrollposten ignorierten, und der verdutzte namibische Grenzbeamte uns erstmal wieder zurückschickte. Jetzt sind alle notwendigen Stempel im Pass… wir sind wieder am Sambesi, diesmal auf namibischer Seite – im sogenannten Caprivi-Streifen.

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2 Antworten zu Re-Entry Sambia

  1. Hans schreibt:

    Gudn ihr Zwei!
    Bin froh, dass ihr gut durch Malawi gekommen seid, aber die Tiere haben sich wohl nicht an den Protesten beteiligt, selbst die wilden nicht.
    Freue mich schon aufs Wiedersehen! (wann genau ist das eigentlich nochmal?)
    Bis denne,
    Hans.
    Ach ja, das mit dem Knie fällt bestimmt unter die viel zitierte „Afrikanische Härte“ 🙂 Hoffentlich wirds bald besser, sonst müsst ihr das Knie vielleicht als Extra-Gepäckstück aufgeben, womöglich noch auf Kosten der 20-Percent-Bongo.

  2. Hans schreibt:

    Hallo Ihr Zwei!
    Euer Abenteuer läuft noch und es klingt sehr aufregend. Wir haben im Flugzeug Menschen getroffen, die aus Malawi kamen (Deutsche) und sie waren eher etwas geschockt, sie waren der Meinung, dass es dort bald zu Unruhen kommen müsse. Daher sind wir ganz erleichtert, von Euch so positiv zu hören.
    Eine gute Zeit und wir freuen uns sehr, Euch hier wieder zu sehen. Vielen Dank, dass Ihr uns diese Möglichkeit gegeben habt, etwas Tanzania kennenzulernen.

    Astrid

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