Der Natur über die Schulter geschaut: das Hippo-Prinzip

Unsere Reise führte uns zu Flüssen und Strömen mit so klangvollen Namen wie Okavango, Sambezi oder Chobe, die jeden Gewässer-Gourmet mit der Zunge schnalzen lässt. Auch die ua-Flüsse (Ruaha, Luangwa) sollen bei dieser Aufzählung nicht unerwähnt bleiben.

Viele Tage konnten wir vom Ufer aus die afrikanische Fauna im allgemeinen und das Flusspferd im besonderen beim täglichen Überlebenskampf beobachten.

Es ist faszinierend, mit welcher Leichtigkeit diese Schwergewichte sich aus dem immerwährenden Lebenskampf heraushalten, ihn quasi ignorieren und dabei scheinbar einem eigenen Prinzip folgen. Die Strategie erscheint auf den ersten Blick simpel, ist jedoch sehr ausgefeilt und verlangt im höchsten Maße eine Zielstrebigkeit (in diesem Fall passt auch sehr gut die Bezeichnung Dickhäutigkeit), die sonst nirgendwo in der Tierwelt anzutreffen ist. Es soll hier der Versuch einer Beschreibung dieses ausgeklügelten Verhaltens, im folgenden als Hippo-Prinzip benannt, unternommen werden.

 

Im Wesentlichen strebt das Hippo danach, sich unsichtbar zu machen; oder zumindest so zu tun, als wäre es für den Rest der Welt unauffindbar. Was bei rund einer Tonne Lebendgewicht zunächst unmöglich erscheint. Das Vorgehen ist jedoch einfach und äußerst wirkungsvoll. Der Trick dabei: komplett unter Wasser abtauchen, ab und zu die Nasenlöcher zum Luftholen an die Oberfläche bringen, und nur im äußersten Notfall einen Blick zum Sondieren der Lage riskieren. Auf diese Weise vergeht der Tag fast unbemerkt.

 Was lehrt uns das? Sollten wir Menschenkinder uns nicht auch dieses Verhaltens im Alltag bedienen?

Wir haben jedenfalls diese possierlichen Tiere lieb gewonnen 🙂

 

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3 Antworten zu Der Natur über die Schulter geschaut: das Hippo-Prinzip

  1. oliver schreibt:

    ohhh wie schön, paul endlich wieder mit bart!!! ist der aber schöööön.

    lieben gruß
    oliver

  2. Heidiiii schreibt:

    NEIN!!!! DER IST NICHT SCHÖN!!!! MACH IHN WEG !!!! BIIIIIITTTTEEEEE 😀

  3. Heike schreibt:

    Hallo ihr Beiden, verfolge Euren Blog mit grossem Neid !!!
    Wenn Ihr nochmal bei Jeanette und Jaques untergebracht seid, grüßt die mal von mir, war da auch zwei Nächte und habe eine super tolles Braai mit viel Alkohol drumrum genossen 😉
    Liebe Grüße und gute/gesunde Heimkehr,
    Heike

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